Es ist wieder so weit! In Heidelberg bricht der Frühling aus und passend dazu gehen die Planungen  unseres diesjährigen Sommerprojektes in die heiße Phase. Gemeinsam mit unserer  Partnerorganisation in Nepal haben wir uns dafür entschieden, diese beiden Projekte mit je einer  Volunteer-Gruppe zu unterstützen:

Frauenkooperative in Gorkhe, Ilam

Die Anjelia Cooperative Ilam ist eine lokale Frauenkooperative, die mit einer Art „selbstorganisierten  Versicherung“ Mikrokredite an Frauen vergibt, die in finanzielle Notlagen geraten oder wichtige  Investitionen machen wollen. Außerdem setzt sich die Gruppe für Empowerment ein, unterstützt  andere Frauengruppen und bietet Schulungen und Gemeinschaftsaktivitäten für Frauen aus der  Umgebung an. Bisher hat die Kooperative jedoch keinen Raum für ihre Arbeit und die regelmäßigen  Treffen. Deshalb planen sie, mit der Unterstützung der HeiSDA-Freiwilligen ein Haus zu bauen, das sie  als Büro und Meetingraum sowie als Ort für Seminare nutzen können. Außerdem stehen sie in  Kontakt mit dem Management-Komitee der Schule in der Nähe: Dort fehlt es an nutzbaren  Klassenräumen und so wird überlegt, das Gebäude auch für Schulunterricht zu nutzen. Des Weiteren  sollen dort Treffen der Dorf-Community stattfinden, um beispielsweise die Interessensvertretung des  Dorfes gegenüber der lokalen Regierung zu organisieren.  Die Community wird sich an der Finanzierung des Baus beteiligen und hat bereits einen Teil der  Spenden dafür gesammelt. Den Rest wird HeiSDA beisteuern, damit das Projekt realisiert werden  kann. Außerdem hat die Community bereits das Fundament des Hauses gebaut, sodass das Gebäude  voraussichtlich während des fünfwöchigen Aufenthaltes der Volunteers vollständig fertiggestellt  werden kann und wir uns auf die Zusammenarbeit mit einer hochmotivierten Community freuen!

Fertigstellung des Hauses für eine Frauengruppe in Kanyam, Ilam

Auch unser zweites Projekt wurde von einer Frauengruppe initiiert: Die Mahila Suryodaya Co- operative Organization vergibt ebenfalls Mikrokredite und organisiert unter anderem Awareness- Trainings. Auch sie benötigen ein Gebäude für ihre Arbeit und Treffen, außerdem werden dort  gegebenenfalls gemeinschaftlich landwirtschaftliche Erträge gelagert werden. 2017 hat HeiSDA schon  einmal eine Gruppe Freiwilliger in dieses Projekt geschickt, allerdings konnte das Gebäude damals  aus unterschiedlichen Gründen nicht fertig gebaut werden. Die Freiwilligen würden sich dort also  daran beteiligen, dass der bisherige Bau wieder instandgesetzt und das Haus fertiggestellt wird,  nachdem sie in Zusammenarbeit mit HeiSDA die fehlenden Spenden gesammelt haben.  Da dies voraussichtlich weniger Zeit in Anspruch nehmen wird als der Bau in Gorkhe, können sich die  Freiwilligen in diesem Projekt noch mehr auf zusätzliche Aktivitäten fokussieren: Beispielsweise gibt  es in der Nähe eine Schule, in der mit den Kindern Freizeitaktivitäten, Cleaning-Projekte oder  Englisch-Unterricht durchgeführt werden können. Auch mit den Erwachsenen bieten sich Awareness- Projekte zu den Themen Umweltschutz und Hygiene an. Und natürlich werden die Freiwilligen viele  Gelegenheiten haben, die Menschen in ihrem Dorf kennenzulernen, sich auszutauschen und viel über  die nepalesische Kultur zu lernen.