Unsere Arbeit in Nepal

Nepal zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Etwa 42% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. In Nepal gibt es, wie in vielen anderen Ländern des Globalen Südens, nicht ausreichend sanitäre Anlagen, Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Schutz vor extremen Natur- und Umweltereignissen. Wir bei HeiSDA versuchen mit unserer Arbeit Projekte zu unterstützen, die in einigen der schwerwiegendsten Problembereiche durch einfache, aber effektive Entwicklungsprojekte Abhilfe schaffen.

HeiSDA fördert in erster Linie Bauprojekte, die das Alltagsleben in den Gemeinden erleichtern und verbessern. Der Verein unterstützt beispielsweise den Neubau und die Renovierung von Gemeindehäusern sowie den Bau rauchfreier Öfen, sanitärer Anlagen und ähnlicher Infrastruktur. HeiSDA macht sich vor allem für benachteiligte Gruppen stark und legt Wert auf integrative Projekte, die der Entwicklung und dem Wohl der Gemeinschaft als Ganzes dienen. Mehr Infos zu Nepal hier.

Projekte in Planung:

Für den Sommer 2017 wird HeiSDa in Kooperation mit PSD Nepal zwei Projekte, die im
Folgenden näher beschrieben werden, finanziell, sowie durch die Entsendung freiwilliger Arbeitskräfte unterstützen.

Unsere nepalesische Partnerorganisation PSD Nepal, die in direktem Kontakt mit verschiedenen kleineren nepalesischen Gemeinden steht, wählte Anfang 2017 eine Reihe von Projekten, die zeitlich und finanziell machbar schienen, wie auch von der Bedürftigkeit der Bevölkerung abhingen, aus. Aus dieser Vorauswahl entschieden wir uns letztendlich für zwei Projekte, wobei auch wir großen Wert auf die Bedürftigkeit der Bevölkerung und auf die Vereinbarkeit mit unseren Wertvorstellungen der Nachhaltigkeit legten.

Eines der beiden durch HeisDA geförderten Projekte beeinhaltet Renovierungsarbeiten an der Nabin Gram Shikshya Mandir Secondary School in Nanglebare, etwa 30 km von Kathmandu entfernt. An der Schule sind durch das schwere Erdbeben 2015 erhebliche Schäden entstanden. Die finanziellen Mittel Vorort sind sehr eingeschränkt, nicht zuletzt da die Menschen der Region ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch Landwirtschaft bestreiten und es sich daher um eine eher ärmliche Region handelt.

HeiSDA wird die Renovierung von 4 Klassenzimmern, den Bau von Einrichtungsgegenständen, wie Tischen, Stühlen und Tafeln, wie auch die Aufwertung des Schulhofes durch Wandmalereien, Schaukeln und Wippen finanziell und durch den Einsatz freiwilliger Arbeitskräfte unterstützen. Geschätzt werden etwa 1500 Menschen von diesem Projekt profitieren. Der Hauptteil des Projektes soll innerhalb von 5-6 Wochen stattfinden und der langfristige Erhalt wird durch ausgewählte nepalesische Vertreter im Sinne der Nachhaltigkeit überwacht. Durch die Förderung einer Schule ergibt sich die Gelegenheit die Bildung vieler Kinder zu unterstützen und diese Kinder an einem interkulturellen Austausch teilhaben zu lassen.

Das zweite Projekt, welches durch uns gefördert wird, liegt weiter entfernt von Kathmandu in Kanyam, einem kleinen Dorf im Osten Nepals, in der Nähe von Ilam. Hierbei ergibt sich die Gelegenheit mit einer Gemeinde zusammenzuarbeiten, die noch nie zuvor Kontakt zu einer internationalen Organisation hatte.

Der Wunsch der lokalen Frauengruppe war die Errichtung einer Art Gemeinschaftsgebäude mit 2 Zimmern und einem rauchfreien Ofen. Dieses Gebäude soll eine multifunktionelle Nutzung als Ort für Treffen verschiedener Gruppen, als Schulungsort und auch als Bibliothek erhalten. Davon profitieren die meisten Menschen des Ortes, der etwa 4000 Einwohner hat.

Abgeschlossene Projekte:

Sangrumba Frauenzentrum

HeiSDA ist ein junger Verein – die Idee aber, auf der wir aufbauen, ist bereits erprobt. Einer der Gründungsmitglieder von HeiSDA nahm 2014 als Freiwilliger an einem Projekt unter der Schirmherrschaft von PSD Nepal und ODAUK in Sangrumba, Nepal, teil: mit relativ geringem finanziellen Aufwand wurden hier der Bau eines Gemeinschaftsgebäudes für eine Frauenkooperative ermöglicht sowie Toiletten und rauchfreie Öfen zusammen mit und für die Menschen von Sangrumba gebaut.



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Sangrumba Bibliothek

Diese Art der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit im Kleinen wurde privat weiterverfolgt. Zwei der Gründungsmitglieder organisierten im Frühjahr 2016 die Fertigstellung und Einrichtung der Bibliothek in Sangrumba.
Nach den positiven Erfahrungen gründete sich HeiSDA 2016 als gemeinnütziger Verein, der in kurzer Zeit viele neue Mitglieder gewinnen konnte. Nun arbeitet HeiSDA daran, im Sommer 2017 gemeinsam mit PSD Nepal zwei Entwicklungsprojekte in Nepal zu unterstützen.