Der größte Fokus in der Arbeit von HeiSDA (Heidelberg Sustainable Development Abroad) liegt auf dem jährlichen Volunteerprojekt im Sommer. Hierfür werden Freiwillige geworben, welche die Spenden für ein Bauprojekt generieren und schließlich zusammen mit Arbeitern vor Ort das Projekt innerhalb weniger Wochen auf die Beine stellen.

Projektwahl

Anfang Oktober werden dafür die ersten Projekte besprochen, welche die Partner-NGO HeiSDA vorschlägt. Diese ist hierbei im Kontakt mit lokalen Gemeinden, welche um Unterstützung in der Umsetzung ihrer Projektideen bitten. Dabei handelt es sich oftmals um Baukonstruktionen und Renovierungen, beispielsweise von Schulen, Frauenhäusern oder auch Versammlungsräumen, welche zeitig entstehen sollen. In dieser Entscheidungsphase arbeitet HeiSDA in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Partner-NGOs und entscheidet, welches Projekt sich mit Hilfe langfristig bewähren wird. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei eine detaillierte schriftliche Projektbeschreibung durch die Gemeinden sowie Besuche in den Standorten und dortige Gespräche mit den Projektverantwortlichen durch die Partner-NGO.

Volunteersuche und Fundraising

Zeitgleich beginnt auch die Suche nach potentiellen Volunteers, welche sich bei dem Projekt beteiligen möchten. Hierfür wirbt HeiSDA sowohl in Vorlesungen der Uni Heidelberg, als auch in regionalen Zeitungen und nutzt die eigenen Social Media Kanäle um das bevorstehende Sommerprojekt publik zu machen. Die Interessenten werden schließlich in Infoabenden über HeiSDA selbst, das diesjährige Vorhaben und die Tätigkeit eines Volunteers aufgeklärt. Nachdem gegen März ein Team von HeiSDA-Freiwilligen durch ein Bewerbungsgespräch sorgfältig ausgesucht wurde, ist dieses dafür verantwortlich, die notwendigen finanziellen Mittel zur Realisierung des Projektes durch Fundraising einzuholen. Sie sollen dabei auch in ihrem eigenen Umfeld das Bewusstsein für Herausforderungen und Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit stärken. Alle HeiSDA-Freiwilligen erhalten in Heidelberg ein Training in den Bereichen interkulturelle Kommunikation und Entwicklungszusammenarbeit sowie zu den Themen Sicherheit und Gesundheit.

Freiwilligentraining

Nachdem die Projektsumme zusammen erwirtschaftet wurde, geht es für die Freiwilligen schließlich in den Anfängen der Sommer-Semesterferien in den Projektstandort. Im Partnerland werden die Freiwilligen dann durch die lokale NGO nochmals in einem mehrtägigen intensiven Sprach- und Kompetenzseminar speziell auf ihren Aufenthalt in der Gastgemeinde vorbereitet. Während des gesamten Aufenthalts steht die Partner-NGO bei Bedarf beratend und unterstützend zur Seite.

Projektrealisation

In der letzten Stufe der Projektrealisation unterstützt das HeiSDA-Freiwilligenteam die Gemeinden vor Ort bei der Realisierung des Projektes. Die Arbeit in den Gemeinden wird von lokalen Arbeitskräften, Fachkräften und Laien, unter Mithilfe der Freiwilligen getragen. Alle notwendigen Materialien werden nach Möglichkeit im Land selbst produziert und gekauft, um die lokale Wirtschaft zu stärken. Während ihres ungefähr sechswöchigen Aufenthaltes sind die HeiSDA-Freiwilligen bei Familien in den Gastgemeinden untergebracht. Ein lokaler Counterpart und Übersetzer wird Teil des Teams vor Ort sein.

Projektevaluation

Während dem Aufenthalt halten die Volunteers die lokale NGO und die HeiSDA-Gruppe in Heidelberg stets auf dem Laufenden, was Fortschritte und Hürden beim Projekt betrifft. Und auch nach der Implementierung begleitet und betreut HeiSDA mit der Partner-NGO den Projektort, um sicherzugehen, dass sich die Vorhaben langfristig bewähren. Hier profitiert HeiSDA von der langjährigen Expertise der lokalen NGO-Partner bei Monitoring und Evaluierung von Entwicklungsprojekten.